Rentenalter

Als Rentenalter wird der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem üblicherweise der Ausstieg aus dem Erwerbsleben passiert. In Deutschland sind viele Jahrgänge aktuell von einer Übergangsregelung betroffen.

Rentenalter - viele Faktoren sind beteiligt


Zuerst einmal muss hier nach den verschiedenen Formen der Renten unterschieden werden. Eine Erwerbsminderungsrente und Erwerbsunfähigkeitsrente ist nicht vom Alter, sondern vom Gesundheitszustand des Berechtigten abhängig. Bei der Altersversorgung spielen beim Rentenalter sowohl das Lebensalter des Berechtigten als auch seine zurückgelegten Versicherungszeiten eine Rolle. Das reguläre Rentenalter wird in der Sozialgesetzgebung der einzelnen Länder festgelegt. In den meisten Staaten gilt ein unterschiedliches Rentenalter für Männer und Frauen, nach dem Frauen eher als Männer in Rente gehen können. Grundsätzlich wird mit dem Rentenalter der Zeitpunkt bezeichnet, ab dem man üblicherweise aus dem Erwerbsleben ausscheiden und seinen Lebensunterhalt aus einer Altersrente, auch Pension genannt, bestreiten kann.





Die Besonderheiten beim Rentenalter in Deutschland

In Deutschland gibt es aktuell kein einheitliches Rentenalter, was für alle Männer oder alle Frauen gleichermaßen gelten würde. Eine Übergangsgesetzgebung zur Anhebung des Alters für die allgemein gültige Regelaltersgrenze hat zu einer Staffelung des Rentenalters geführt, die vom Jahrgang der Geburt abhängig ist. Das wurde notwendig, weil das reguläre Renteneintrittsalter von 65 auf 67 angehoben worden ist. Daher bewegen sich die Altergrenzen für die Übergangsjahrgänge zwischen diesen beiden Jahrgängen. Eine spezielle Tabelle der gesetzlichen Rentenversicherung gibt Auskunft, wer wann konkret regulär in Rente gehen kann. Auch die Möglichkeit eines vorzeitigen Renteneintritts unter Akzeptanz eines Abschlags hat dazu geführt, dass das tatsächliche Renteneintrittsalter deutlich niedriger als das gesetzlich verankerte Rentenalter ist. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Im Osten gehen Männer und Frauen durchschnittlich mit 63,4 Jahren in den Ruhestand. Im Westen beträgt das tatsächliche Rentenalter bei Frauen 61,7 und bei Männern 62,9 Jahre.